Mediale Kommunikationsstrukturen

Im 4K-Modell von P21– Sie haben es bereits kennengelernt – wird davon ausgegangen, dass die Lern- und Innovationskompetenzbereiche „Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und Kritisches Denken“ in Arbeitsumgebungen des 21. Jahrhunderts besonderes Gewicht erhalten.
Auch hier gilt Kommunikation als eine der ausschlaggebenden Handlungsfelder für erfolgreiches Lernen im 21. Jahrhundert. Dass dabei nicht nur mündliche, direkte Individualkommunikation gemeint ist, machen die Autor*innen innerhalb der Anforderungen an Kommunikation im 21. Jahrhundert deutlich:

  • Articulate thoughts and ideas effectively using oral, written and nonverbal communication skills in a variety of forms and contexts
  • Listen effectively to decipher meaning, including knowledge, values, attitudes and intentions
  • Use communication for a range of purposes (e.g. to inform, instruct, motivate and persuade)
  • Utilize multiple media and technologies, and know how to judge their effectiveness a priori as well as assess their impact
  • Communicate effectively in diverse environments (including multi-lingual)

    P21 (2015), S. 4.

Im Zuge der Mediatisierung erfolgt Kommunikation auf verschiedenen Wegen:

Mediatisierung bedeutet, dass uns für kommunikatives Handeln ein immer breiteres Medienspektrum zur Verfügung steht, das wir im Alltag immer intensiver nutzen. Dies betrifft neben der Massenkommunikation auch die Individualkommunikation im Berufs- und Privatleben. (Döring 2007, S. 298)

Grundsätzlich unterscheidet man in der Kommunikationspsychologie drei Kommunikationsstrukturen:

  • die dyadische Individualkommunikation (one-to-one)
  • die Gruppenkommunikation (many-to-many)
  • die Unikommunikation (one-to-many).

Die mediale Kommunikation unterscheidet sich von der direkten Kommunikation in sechs Dimensionen (vgl. Döring 2007), von denen wir im Folgenden vier näher beleuchten möchten.