Hier lernen sie…

„Zwei Navajo-Indianer unterhalten sich mit Rauchzeichen quer über ein Tal in Arizona. Mitten in ihrem Plausch startet die Atomenergiekommission einen Atomversuch, und als der dicke Atompilz sich verzogen hat, schickt der eine Indianer dem anderen ein Rauchzeichen: ‚Junge, Junge, ich wünschte, ich hätte das gesagt.'“ (Marshall McLuhan zugeschrieben)

In diesem Kapitel wird nicht „tief gestapelt“: Sie erfahren, wie Medien nichts Geringeres als die Menschheitsgeschichte beeinflussen und warum Menschen trotzdem oder gerade deshalb pessimistisch-ablehnend oder optimistisch-euphorisch auf den medialen Wandel reagieren. Und Sie erfahren, wie Sie vermeiden, in die gleichen medialen Vorurteilsfallen zu tappen. 

Nach diesem Modul können Sie

  • den Begriff ‚Medium‘ auf verschiedenen Ebenen differenzieren und definieren.
  • erklären, wie Medientheorie eine unterschiedliche Sicht auf die digitalisierte Welt ermöglicht. 
  • Zusammenhänge zwischen der Menschheitsgeschichte und der Medienkulturgeschichte (angefangen von einer mediengeschichtlichen Frühphase bis hin zur Digitalisierung) reflektieren.
  • typischen Argumentationsmuster auf technische Neuerungen aus dem Bereich der Digitalisierung als Standardsituationen der Technologiekritik identifizieren und auf gesellschaftliche, medial bedingte Veränderungen medienkulturgeschichtlich und medientheoretisch reflektiert reagieren.
  • Ihr erworbenes medientheoretisches Wissen mit medienethische Fragen (z.B. zum Cybermobbing) in Beziehung setzen.